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Charvet

September 12th, 2012 | stazol

Es gibt Hemden, die sehen aus als wären sie an einem Stück gemacht und es gibt sie eigentlich nur bei Charvet, Place Vendôme in Paris. Dort geben sich Präsidenten und Könige die Tür in die Hand, wenn sie die elegantesten Monsieurs sein wollen – die Eleganz ist hier etwas Habhaftes: Sie legt sich wie feiner Dunst sieben Stockwerke über das Haus Nr. 28, und dieses kleine Palais mit dem geschwungenen Schriftzug an der Tür, Garant dem Gentleman für höchste Bedürfnisse, hat man gewissermassen auf dem guten Geschmack ganzer Generationen gebaut. Man achtet auf alles, die feinsten Bedürfnisse des Mannes, und das seit 1838 – schließlich war man hier schon für des Kaisers Kleider verantwortlich, jawohl, Napoleon Bonaparte höchstselbst liess sich hier ausstatten, und dann eigentlich jeder, der auf sich hielt. Man kleidete das Ancien Régime genau wie den Sozialisten Mitterand, aber wir greifen voraus, und die Liste der Berühmten und Berüchtigten, der Monde und Demi Monde, die Kunden sind und waren, nun, sie ist lang. Was gibt es hier nicht alles, nur die hohe, goldverspiegelte Glastür geöffnet und hereinspaziert – die Sonne im Emblem unter dem geschwungenen Schriftzug ist das Symbol des Sonnnenkönigs, Ludwig IVX, er liess den Platz einst erbauen. Nicht umsonst ist man hier als „der größte Künstler der Welt“ bezeichnet worden, von Marcel Proust persönlich, ach nein – der „größte Künstler der Schöpfung“ – und wenn das ein Pariser sagt, ein Literat von Weltrang zudem, der größte Romancier womöglich aller Zeiten, dann hat man hier allen Grund, stolz zu sein.

Und eben die schönsten, besten, raffiniertesten Hemden zu schneidern, die sich denken lassen. Zu schweigen ist von der legendären „Mur des Blancs“, der Mauer des Weiss, mit den 400 verschiedenen Stoffen in 104 Schattierungen Weiss. Kaum jemand weiss, dass hier die linke Manschette stets ein wenig weiter genäht wird, weil ja die Armbanduhr noch passen soll unter den Stoff – es sei denn, das Hemd ist für den Abend im Maxim etwa, da trägt man flachere Schmuckuhren, auch daran will gedacht sein, und es gibt Kunden, die ordern ihre Chemises nach diesem zweierlei Mass. Man war auch, es muss gesagt sein, der erste „Chemisier“ der Welt, man hat einen Kragen „H.R.H“ enwtorfen für Edward VII., der so begeistert davon war, dass er das Haus „über 40 Jahre lang mit spezieller Güte“ bedachte. Der Maharaja von Patiala orderte erstmal 86 Dutzend Hemden, der Künstler Raoul Dufy wurde im Art Déco für Dessins beschäftigt, Dandys, Diners… und ja es gibt auch Damenblusen, aber von ihnen soll hier nicht die Rede sein.

Im Jahr 1893 lässt sich der Dichter Paul Verlaine in „einem sehr schönen Charvet-Schal“ ablichten. In „Auf der Suche nach der velorenen Zeit“ erwartet der Held Marcel 1919 den Lunch mit Swann, „indem er von Zeit zu Zeit den Knoten seiner wundervollen Charvet-Krawatte lockerte und fester zog“, der französische Präsident Paul Deschanel war für seine Krawatten bekannt. Schon 1908 gewinnt man den Grand Prix der Londoner Weltausstellung. Jean Cocteau nennt die Marke „magisch“ und dass sie seien, „als fände der Regenbogen dort sein Vorbild“. Der Impresario der Ballets Russes, Sergei Diaghilev schwört auf die Hemden ebenso wie der gesamte Jockey Club, der exclusivste Privatclub von ganz Paris. Den natürlich komplett Charvet beliefert – und zu dem einer der Geliebten George Sands, Alfred de Musset, trotz seiner Eleganz nie Zutritt fand – Charles Baudelaire, Eduard Manet und Jacques Offenbach schon. Sicherlich hilfreich für dern Erfolg des Hauses ist unter anderem die Tatsache, dass dem Kunden die Garderobe zur freien Auswahl nach Hause geschickt wird, wo er in Ruhe sichten, anprobieren und aussuchen kann, ein Service, den man bald als „Méthode Charvet“ bezeichnen wird und ein Service, den man heutzutage wohl noch kaum finden wird.

Alles begann mit Christofle Charvet, der für seinen Laden erstmals die Bezeichnung „Chemisier“ wählt. Zuvor werden von Leinenbewahrern aus den gelieferten Stoffen des Kunden gefertigt, nun, Charvets jetziger Ansatz des Maßschneiders ist radikal neu und revolutionär. Die Erfindung des abnehmbaren Hemdkragens wird ihm genauso zugeschrieben wie die heute allgemein übliche Kragenform überhaupt, und man beehrt sich an der Place Vendôme 28 noch heute, jedweden Abnutzungsspuren an Kragen oder Manschetten oder beidem begegnen zu können, genauso, wie Krawatten wieder neu nach Wahl gefertigt werden – Charles de Gaulle selbst trug nichts anderes. Und so ist es wohl auch wenig verwunderlich, dass eine Charvet-Krawatte zum Wertvollsten in der Garderobe eines Gentleman gehört, dass sich denken lässt. Als man einmal Baron Phillipe de Rothschild von einem rosa Ton abraten will, sagt er „wer, wenn nicht ich?“ Und ja, gäbe man je sein letztes Hemd, man hoffte, es sei eins von Charvet.
HARALD NICOLAS STAZOL

Interview Michael Bastian

April 11th, 2012 | stazol

„Ich verlange mir Perfektion ab. Und dann haue ich die Ecken und Kanten ab“
Michael Bastian

Der amerikanische Designer Michael Bastian, 42, Raucher, gilt in der Modebranche als eines der wichtigsten und einflussreichsten Talente in der Fashionwelt jenseits des grossen Teichs. Zur Mode kam er eigentlich rein zufällig. Nach Jobs bei Tiffanys und Sotheby´s war er fünf Jahre Chefeinkäufer beim New Yorker Nobelkaufhaus Bergdorf Goodman, bis er 2006 sein eigenes Label für sportlich-klassische Menswear aufmachte. Im Moment ist er damit beschäftigt, sich auch auf dem deutschen Markt zu etablieren. OBJECTS traf ihn zwei Wochen vor seiner Kollektionsschau auf der New York Fashion Week voll im Stress in seinem Showroom in Mailand. 1O Fragen an den zur Zeit vielleicht coolsten Macher für Männermode der Gegenwart – natürlich exclusiv.
HNS: „Herr Bastian, Ihre letzte Show war eine Hommage an James Dean – was er heute anziehen würde, wenn er heute wieder da wäre – wie würden Sie die Inspiration, die Stimmung, die Idee ihrer neuen Kollektion beschreiben?“
Bastian: „Für die Saison Herbst/Winter 2012 war die die Idee dieser spezielle Mann in New York, den wir hier als den „Extra Man“ bezeichnen: Das sind im Grunde die jungen Typen, die so charmant, gut angezogen und attraktiv sind, dass die Gastgeberinnen in der ganzen Stadt immer ihre Telefonnumern dabei haben, für den Notfall. Als Extra auf ihre Dinner-Parties einzuladen, wenn ein Mann fehlt. Ich mag diesen Gedanken an einen „Extra Man“ der so amüsant und voller Esprit ist, dass man ihn überall dabeihaben will – und jeder beim Dinner hofft, dass er den Platz neben ihm erhält.“
HNS: „Wie würden Sie diesen idealen Mann, den Kunden beschreiben, den „Guy“, dessen Lieblings-Label Sie sind. Kurz: An wen denken Sie, wenn Sie entwerfen? Ist es immernoch der College-Absolvent, der Kleidung für seinen ersten Job in der city sucht, wie Sie einmal sagten?“
Bastian: „Ja, Sie haben Recht – als ich Michael Bastian für GANT machte, dachte ich genau an den Jungen, der gerade die Uni hinter sich hat und seine erste Garderobe fürs daily business zusammen stellen muss. Und dann begriff ich, dass das eigentlich für alle möglichen Leute in allen möglichen Altersgruppen passt. Ich trage selbst noch die GANT-Teile und mixe sie mit denen aus meiner eigenen Kollektion, ich bin quasi der lebende Beweis, dass das gut geht: Ein Mann zwischen 30 und 40, ein Stadtmensch, ein Vielbeschäftigter, der einen klassischen Look sucht, der zugleich modern ist und einfach tolle Details bietet.“

HNS: „Eines ihrer Lieblingskleidungsstücke ist immernoch der blaue Kaschmirpulli, den Sie von ihrer Mum mit 18 bekamen, den tragen Sie noch manchmal. Gibt es ein besonderes Teil in Ihrer Kollektion, das ihrer Meinung nach für einen Kunden eine ähnliche Wichtigkeit erreichen könnte?
Bastian: „Nun, ich glaube Pullis oder Sweaters sind wohl prädestiniert dafür, zu Lieblingen im Kleiderschrank zu werden – vielleicht weil sie einen warm halten, sie sind weich und anschmiegsam wie nichts sonst. Diesmal haben wir eine ganze Menge toller Pullover, in die sich ein Mann verlieben kann – inklusive eines besonders schönen, der dem von Charlie Brown ähnelt.“

HNS: „Sie wurden in den Medien als das „hottest ticket“ der Modewelt zur Zeit bezeichnet und haben den renommierten CFDA-Preis als bester Newcomer 2010 erhalten, nachdem Sie bereits dreimal zuvor nominiert waren – was macht so ein Titel aus und wie stellen Sie sich diesen hohen Erwartungen?“
Bastian: „Ehrlich gesagt, denke ich gar nicht so sehr darüber nach. Es ist ein seltsames Business, indem wir alle arbeiten. Man muss sich selbst alle sechs Monate neu erfinden, uns neu orientieren, die ganze Zeit nach vorne sehen. Man hat keine Zeit, da lange zurückzublicken.“

HNS: „Wo sehen Sie sich selbst in zehn Jahren?“
Bastian: „Ich wäre sehr happy wenn meine Marke zum Favouriten für jede Menge Männer weltweit würde – wir müssen ja gar nicht die Grössten sein, aber eben der Liebling für viele.“

HNS: „Sie haben einmal gesagt, Sie können sich ihre eigenen Kleidungsstücke selbst nicht leisten. Sie sind gerade dabei, die Preisstruktur etwas herabzusetzen, indem Sie neue Produktionsstätten finden, ohne Ihre hohen Standards bei Verarbeitung und Material zu gefährden. Wie machen Sie das?“
Bastian: „Nachdem wir unsere Lizenzen der früheren Kollektionen für Produktion und Distribution aufgekündigt hatten haben wir neue Hersteller gesucht, was unsere Preise deutlich attraktiver macht. Die grösste Veränderung ist die Verlagerung der Produktionsstätten von Italien nach Portugal. Dort kann man genau die selben Standarts für Qualität, Material und Verarbeitung erreichen, aber eben sehr viel preiswerter.

HNS: „Wie gehen Sie selbst mit dem Dauerstress Ihres Berufes um?“
Bastian: „Nun ja, was ich erlebe ist ja der ganz spezifische Stress, dem man in der Mode einfach ausgesetzt ist – den kann man kaum verstehen, wenn man ihn nicht selbst erlebt hat. Der Druck ist einfach immer konstant. Kaum, dass man eine Kollektion vollendet hat, muss man sofort mit der nächsten anfangen – gross aufladen, durchatmen, reflektieren ist da kaum drin. Wenn man überleben will, muss man sich einfach dem schnellen Zyklus und Rhythmus anpassen. Gleichzeitig ist was ich mache einer der tollsten und befriedigendsden Jobs, den man sich vorstellen kann – Menschen sich gut fühlen lassen, weil sie einfach besser aussehen und mit sich zufrieden sind und stylish, wenn sie morgens das Haus verlassen.“

HNS: Gibt es irgendjemanden, den Sie gerne einkleiden wollten? Einen Hollywoodstar, eine Person des öffentlichen Lebens, einen Schriftsteller, einen Regisseur, einen Künstler vielleicht?“
Bastian: „Nein, darauf habe ich mich eigentlich nie kapriziert. Die meisten Stars etwa haben ja ihre Stylisten, was man da sieht sind ja kaum die eigenen Outfits, dies sie selbst gewählt haben. Was mir eigentlich ziemlich komisch vorkommt. Viel lieber sind mir die „Normalos“, Menschen, die einfach auf ihr Stilbewusstsein reagieren, sich selbst einkleiden, die Kleidung ist dann teil ihres Lebens. Das ist für mich sehr viel erstrebenswerter.“

HNS: „Gibt es eine Eigenschaft, die sie in anderen bewundern und wie beeinflusst das ihr Oeuvre?“
Bastian: „Was ich am meisten bewundere ist Rücksicht auf andere, persönliche Integrität – und einen guten Humor. Ich hoffe, dass meine Kollektionen das auch zeigen, und auch, wie ich an mein Business herangehe.“

HNS: „Letzte Frage: Was sollte ein Mann NIE anziehen?“
Bastian: „Oh, darauf antworte ich wirklich ungern. Jedesmal, wenn ich denke, das geht gar nicht kommt mir auf der Strasse jemand entegegen, hat genau das an und es funktioniert. Ich glaube inzwischen, dass es keine heiligen Kühe, keine Do´s and Don´ts in der Mode gibt. Alles kann stimmig sein, wenn die richtige Person die richtige Attitude dazu hat.“

Das Interview führte Harald Nicolas Stazol

Titanic

April 8th, 2012 | stazol

a forgotten account

Valentino

März 30th, 2012 | stazol

Wenn ein Mann 200000 Dollar für den Tempel der Venus spendet auf dem Forum Romanum, dann wird er wohl die Frauen lieben – und wär täte es mehr als Valentino Garavani, besser bekannt als Valentino, der Mann, der Frauen glücklich macht: „Ich weiss, was sie wollen“, sagt er dann, ob im Sommer, auf seiner Yacht, oder in Rom, wo man ihn gerade erreicht, im Palazzo Mignanelle, nahe an der spanischen Treppe. Für diesen Mann mit dem immerbraunen Teint, ein Mann der seinem halben Dutzend Möpsen die Zähne eigenhändig putzt, für diesen Mann könnte der Superlativ erfunden sein. „Ja, aber warum ausgerechnet Rot“, frage ich ihn. Damit ist er berühmt geworden, nein eigentlich schon vorher, im Jahr von Dolce Vita, jenem 1960, er kommt gerade aus Paris nach Rom und will seinen ersten Salon eröffnen. „Rot?“, sagt er, „rot, nun es ist die perfekte Farbe. Stark, vital mit Persönlichkeit. Seit ich mich zurückgezogen habe, benutzt jeder Designer die Farbe sehr viel mehr.“ Über 45 Jahre beherrschte er den roten Teppich wie kein anderer, Hollywood betet ihn an, was ihm zupass kommt: „Man muss vor mir auf den Knien liegen“ Und ja, er sei Perfektionist: „Einen Blick von 360 Grad auf jedes Detail – das ist manchmal sehr schwierig.“ Man hat ihn gesehen in „Ein Teufel trägt Prada“ – wenn er so spricht, gestikuliert er mit seiner Rechten. „Ich habe nie geglaubt, dass es soetwas wie das schwache Geschlecht gibt.“ Nun für ihn, Valentino, waren Frauen mächtiger, als alle Göttinnen des Olymp zusammen. Wo anfangen? Bei Jackie Kennedy, die für seine erste Schau in New York, im September 1964, im Waldorf-Astoria, nun, sie konnte nicht kommen, sechs Haute-Couture-Kleider kaufte. Valentino hatte ihr eine Auswahl samt Model und Sales Representative nach Hause geschickt. So geschickt war er immer. Er machte in langen Abendroben, als alle nur Mini wollten, und die Frauen liebten ihn dafür. Allein die Kampagnen waren stets atemberaubend. Ich erzähle ihm, dass ich sie ausschnitt und auf meine Schul-Ordner klebte. Ob Eleganz ewig sei. „Nein. Persönlichkeit. Eleganz und Style kann man erlernen und wieder vergessen.“ Die Antwort ist kaum zu glauben. Ach ja, Jackie bestellt die Roben, schwarz und weiss, nach dem Tod ihres Mannes. Aber sie hat sich vorher erkundigt, bei Gloria Schiff, der Zwillingsschwster von Consuelo Crespi, der Vogue-Korrespondentin in Rom. Schiff trägt einen Zweiteiler aus Organza in Schwarz und Weiss. Der fällt Mrs. Kennedy auf. Zu ihrer Hochzeit mit dem griechischen Reeder Aristoteles Onassis, dem Schiffs-Magnaten, kleidet er sie in das teuerste Brautkleid der Welt. Valentino blickt auf seinen Blackberry. Er ging immer mit der Zeit.

Niemand hat den Glamour mehr definiert als er, sage ich. Ob es ihn überhaupt noch gäbe, heute? „Natürlich, aber es ist jetzt ein anderes Spiel. Glamour liegt mehr in der Macht einer Frau als in ihrem Look oder Style. Ich mag Frauen mit Macht. Angelina Jolie war für mich glamorös, machtvoll, über allen Regeln, unabhängig, bis sie auf dieses Kleid verfiel und ihr Bein, um auf eine andere Weise glamorös zu sein.“ Seine Haare sitzen übrigens, wie immer perfekt.

Er hat fast eigenhändig die Standards des Jet Sets neu definiert. Ob auf seiner 46-Meter-Yacht, „T.M. Blue One“, die er und sein Lebensgefährte und Geschäftsführer, Giancarlo Giametti, gerne im Sommer nutzen. Eine Crew von 11 Personen kümmert sich dann um die beiden. Das größte Stadthaus in Holland Park, London, nennt er seine eigen. Ein Apartment in Manhattan, mit Blick auf den Central Park, am Frick Museum. Chateau de Wideville, zu schweigen von ihm, 30 Kilometer vor Paris. Etwa um 1600 erbaut, wohnte vor Valentino dort Claude de Bullion, der Finanzminister Ludwigs XIII., der dort allerhöchstselbst, am 22. Januar 1634 nächtigte. Madame de Valliere, eine Mätresse Ludwigs XIV. lebte dort – ihr Schlafzimmer, ein Spiegelsaal mit einer Deckenhöhe von 9,1 Metern, hat Valention in ein Badezimmer umbauen lassen. Und hätte er die Mätresse gekannt, er hätte sie sicherlich eingekleidet.

Wen eigentlich nicht? Elizabeth Taylor wird bei den Dreharbeiten zu Cleopatra auf ihn aufmerksam.
Lady Diana trug ihn, Julia Roberts ließ die Oscar-Verleihung erstrahlen in Rot, als sein 45jähriges Jubiläum feiert, liest sich die Gästeliste wie Who-is-who und Gotha zusammen. Die Kronprinzessin von Griechenland, Marie-Chantal ist ebenso da wie Prinzessin Rosario von Bulgarien und Prinzessin Caroline von Monaco, ah, und Prinzessin Firyal von Jordanien. Ich bezweifele, dass es auf der Welt irgendjemanden gibt, der an einem Abend vier Prinzessinnen begrüssen kann. Und eine Ex-Kaiserin. Farah Diba, die Frau des letzten Schahs von Persien gibt sich neben Elton John die Ehre – auch Karl Lagerfeld ist da. „Verglichen mit ihm machen wir alle nur Lumpen“ sagt er und flattert mit dem Fächer davon. Uma Thurman entgegen, ach, da sitzt Joan Collins, Sienna Miller ist da und Michael Caine. Und wer singt da? Annie Lennox, ach so, klar. Für Valentino.

Nie hat es eine Nähmaschine gegeben bei ihm. Alles wird von Hand genäht. Und darin ist er eben der Perfektionist. Antoinette de Angelis, die Näherin seines Ateliers, weiss es genau. Es war möglich, dass er einen Traum von weiss entwirft, eine einzige Bewegung, und dann sagt: „Nun, ein paar Pailletten können nicht schaden.“

Damals, 1962, ist er pleite. Nie kümmert er sich um die Materialkosten, nichts ist ihm kostbar genug, bis eben Giancarlo in sein Leben tritt, sie lernen sich in einer Bar in der Via Veneto kennen. Nun liebt er jemanden, der seine Geschäfte führt. „Lieben? Ich liebte meine Arbeit bevor ich anfing zu arbeiten“. Na, und die sechs Möpse, Mutter Molly, die Söhne Milton und Monty, die Töchter Margot, Maude und Maggie. Sie zählen nun wirklich.

Die Picassos, die Cy Twombly, Balthus´ und natürlich Damien Hirst. Valentino besitzt eine beachtenswerte Sammlung. Da kommt ein Junge aus Voghera, in der Lombardei, näht eine wenig bei seiner Tante Rosa und beherrscht schliesslich eine Generation lang ein ganzes Geschlecht. Im Jahr 1998 verkauft er an ein Konglomerat für 300 Millionen Dollar, die Zahl differiert, am 4. September 2007, kündigt er an sich zurückzuziehen. Für seine letzte Haute Couture Show laufen Eva Herzigova, Naomis Campbell, Claudia Schiffer, Nadja Auermann, Karolina Kurkova und Karen Mulder.

„Würden Sie zurückkehren, und sei es nur, um die Mode zu retten?“, frage ich. „Ich wüsste gar nicht, wo ich anfangen sollte“.

Erst geht die Marke Valentino in die Hände von Alessandra Facchinetti, über, die einen schweren Stand haben hat, auch wenn sie ein Profi ist: „Sie hat die Archive kaum beachtet“ schimpft Valentino, bald muss sie gehen. Die beiden Neuen Maria Grazia Chiuri and Pier Paolo Piccioli, „habe ich jahrelang um mich gehabt, sie haben Respekt und Ehrerbietung für mein Werk. Sie können auf tausende Kleider zurückgreifen, um einen echten Valentino zu kreieren.“

Wie, vielen Dank für Ihre Zeit, Herr Valentino, aber wie sieht denn nun die Zukunft der Mode aus? „Weniger exclusiv, schlechtere Qualität, niedrigere Preise“. Wer wollte da widersprechen. Sein letztes Wort. Vielleicht das letzte in der Mode. Valentino.

Harald Nicolas Stazol

Salman Rushdie

März 27th, 2012 | stazol

takes Manhattan

Murdoch

März 27th, 2012 | stazol

scandal reaches TV

Denis Rodman

März 27th, 2012 | stazol

broke and sick

Chocolate-Diet

März 27th, 2012 | stazol

People who eat chocolate regularly tend to be thinner, new research suggests.
The findings come from a study of nearly 1,000 US people that looked at diet, calorie intake and body mass index (BMI) – a measure of obesity.
It found those who ate chocolate a few times a week were, on average, slimmer than those who ate it occasionally.
Even though chocolate is loaded with calories, it contains ingredients that may favour weight loss rather than fat synthesis, scientists believe.
Despite boosting calorie intake, regular chocolate consumption was related to lower BMI in the study, which is published inArchives of Internal Medicine.
The link remained even when other factors, like how much exercise individuals did, were taken into account.
And it appears it is how often you eat chocolate that is important, rather than how much of it you eat. The study found no link with quantity consumed.
According to the researchers, there is only one chance in a hundred that their findings could be explained by chance alone.
But the findings only suggest a link – not proof that one factor causes the other.
Lead author Dr Beatrice Golomb, from the University of California at San Diego, said: “Our findings appear to add to a body of information suggesting that the composition of calories, not just the number of them, matters for determining their ultimate impact on weight.”
This is not the first time scientists have suggested that chocolate may be healthy for us.
Other studies have claimed chocolate may be good for the heart.
Consumption of certain types of chocolate has been linked to some favourable changes in blood pressure, insulin sensitivity and cholesterol level.
And chocolate, particularly dark chocolate, does contain antioxidants which can help to mop up harmful free radicals – unstable chemicals that can damage our cells.
Dr Golomb and her team believe that antioxidant compounds, called catechins, can improve lean muscle mass and reduce weight – at leaststudies in rodentswould suggest this might be so.
Mice fed for 15 days with epicatechin (present in dark chocolate) had improved exercise performance and observable changes to their muscle composition.
They say clinical trials are now needed in humans to see if this is the case.
But before you reach for a chocolate bar, there are still lots of unanswered questions. And in the absence of conclusive evidence, experts advise caution.
While there’s no harm in allowing yourself a treat like chocolate now and again, eating too much might be harmful because it often contains a lot of sugar and fat too.
And if you are looking to change your diet, you are likely to benefit most from eating more fresh fruits and vegetables.

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März 27th, 2012 | stazol

Suicide

Whitehall

März 26th, 2012 | stazol

Premier for Dinner